Weinbau betreibt die Winzer-Familie Rebholz im südpfälzer Dorf Siebeldingen nachweisbar seit dem Jahre 1632. Verschiedene Familienmitglieder waren zwischenzeitlich auch als Bierbrauer oder Schultheise tätig. Dennoch war die Familie stets Winzer und Weinbauern.

Auch heute noch bewohnt ein Teil der Familie -nun seit über 100 Jahren- das im 16. Jahrhundert gebaute Gutsgebäude in Siebeldingen und sind als renommierte und erfolgreiche Winzer tätig.

 

Der ursprünglich Siebeldinger und später Landauer Familienzweig Felix Rebholz mit seinen Söhnen Eduard, Helmut und Gerd, sowie der noch lebenden Tochter Ursula Wetzel, geb. Rebholz, betrieben seit 1865 von heutigen Stammsitz in Landau eine der bedeutendsten und weit über die Grenzen Deutschlands hinaus erfolgreiche Weinkellerei.

Weine von eigenen Weinbergen in der Pfalz und Rheinhessen prägten das reichhaltige Sortiment. Stehts dem Geschmack des Konsumenten zugewandt, wurde Wein aus ganz Europa importiert und mit eigener Ernte in einem vielfältigen Sortiment vermarktet. Noch in den 90iger Jahren war die Landauer Felix Rebholz KG eine der wohl größten deutschen Lieferanten des Lebensmitteleinzelhandels und der Gastronomie.

Altersbedingt und Mangels entsprechender Nachkommen haben die Brüder Eduard und Helmut Rebholz die Weingüterbetreuung und die Weinkellerei eingestellt.

Wolfgang Wetzel als Enkel von Felix Rebholz hat die Tradition mit seiner Familie wieder aufgenommen.

Für Wolfgang Wetzel ist die weinbauliche Historie seiner Familie Tradition und Verpflichtung zugleich. Er wagte als Diplom-Kaufmann und nicht-Namensträger den Schritt, dennoch in der Tradition seiner Familie Rebholz als Winzer und Weinkontorbetreiber tätig zu werden. Die auf eigenen Weinbergen wachsenden Trauben liegen dem Enkel der Wein-Dynastie am meisten am Herzen. Ganz so wie sie seit jeher allen Rebhölzern am Herzen lagen.

Rebsorten im Weinkontor Wetzel-Rebholz

Das Rebholz-Wetzel’sche Rebsorten-Spektrum umfaßt eine weitgefächerte Auswahl interessanter Weißwein- und Rotwein-Sorten. Neben den klassischen Rebsorten finden Sie hier verschiedene Neuzüchtungen und selten angebaute Rebsorten.

Genuß-Vielfalt
aus Spitzenlagen von Rheinhessen + Pfalz

Das milde, sonnige Klima und die tiefgründigen, fruchtbaren Böden unserer Region bilden hervorragende weinbauliche Voraussetzungen und erlauben uns auch den Anbau sehr anspruchsvoller Rebsorten.

In geeigneten Lagen nutzen wir gerne die Möglichkeit, auch ungewöhnliche und besonders interessante Raritäten anzubauen.

Unsere Rebanlagen stehen in Spitzenlagen zweier Weinbaugebiete in

  • Rheinhessen
  • Pfalz.

In klimatisch bevorzugten Lagen bauen wir unsere Weine an, mit etwa hälftigem Anteil an Weißweinen und Rotweinen Aus den Trauben der roten Rebsorten keltern wir auch unsere Roséweine.

Klassische Rebsorten – seit Jahrhunderten bewährt

Weißwein-Klassiker – Riesling und andere Ur-Gewächse

Zu den klassischen Weißwein-Rebsorten zählen alle Sorten, die – über Jahrhunderte bekannt – die Säulen des deutschen Weinbaus bilden. Der bekannteste “Klassiker” ist der Riesling; ihm verdanken deutsche Weine ihren weltweit hervorragenden Ruf.

Weitere alte Weißwein-Rebsorten sind der Grüne Silvaner, der im Jahr 2009 sein 350-jähriges Jubiläum feierte, der Gewürztraminer und die aus Frankreich zugewanderten weißen Burgundersorten Weißer Burgunder, Grauer Burgunder und Chardonnay.

 

Rotwein-Klassiker – edler Wein-Adel aus Burgund

Im urspünglichen Weißweinland Deutschland gewann der Anbau von Rotwein-Reben erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts mehr und mehr an Bedeutung.

Zu den klassischen Rotwein-Rebsorten gehören Portugieser und Spätburgunder sowie dessen enger Verwandter, der nur selten angebaute Schwarzriesling. Beide sind Mitglieder der Burgunderfamilie, zu der auch Weißburgunder, Grauburgunder und Chardonnay gehören.

 

Roséweine – die helle Spielart der Roten

Roséweine werden ebenfalls aus Rotwein-Trauben gekeltert; die Verarbeitung der Trauben erfolgt genau wie beim Weißwein.

Roséweine finden Sie bei uns von ganz trocken bis süß. Sie sind im Sommer sehr beliebt, weil sie im Gegensatz zu den Rotweinen gut gekühlt am besten schmecken.

 

Neuzüchtungen – neue geschmackliche Horizonte

Durch Kreuzung unterschiedlicher Sorten entstanden bereits im vergangenen Jahrhundert zahlreiche interessante neue Traubensorten für den Weinbau, die sich zum Teil durch ihre guten Anbaubedingungen, vor allem aber durch ihre hervorragende Aromatik auszeichnen.

Weißwein-Neuzüchtungen – Aroma-Feuerwerk in weiß

Zu den bekanntesten Neuzüchtungen gehören bei den Weißweinen der Müller-Thurgau, ein häufig angebauter “Schoppenwein”, und die aromatische Scheurebe.

Weit weniger häufig zu finden, aber im Geschmack umso interessanter sind die Huxelrebe mit ihrem Bukett exotischer Früchte, die traubig-blumige Siegerrebe und der fruchtige Bacchus mit seinem intensiven Bukett.

Rotwein-Neuzüchtungen – farbstarke Dichte + Fülle

Von den Rotwein-Neuzüchtungen entwickelte sich der tiefdunkelrote Dornfelder ab den 1990er Jahren zum Senkrechtstarter, der inzwischen in kaum einem Weinbaubetrieb fehlt.

Eine noch recht neue Kreuzung aus Cabernet Sauvignon ist der Cabernet Dorsa (Anbauzulassung 2004). Cabernet Dorsa Rotweine sind dicht, gehaltvoll und kräftig, sie ähneln vom Typus stark ihrem französischen Elternteil.

Weitere interessante Neulinge sind der fruchtige und fast schwarz anmutende Dunkelfelder, der interspezifische (krankheitsresistente) Regent und Cabernet Mitos, ein “Halbbruder” des Cabernet Dorsa.